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Solartechnik

Solaranlagen lassen sich in jedes Heisystem (Brennwert, Heizwert, Wärmepumpe, Pellets etc.) einbinden.

Solarthermie.....Energie zum Nulltarif

Durch das Ölembargo 1973 wurde die begrenzte Verfügbarkeit des Rohstoffs “Energie” ermals in der Öffentlichkeit bewußt. Die Nutzung der “kostenlosen” Sonnenenergie bekam in den folgenden Jahren ihren ersten großen Aufschwung. Hierzu kam nach der ersten Euphorie schnell die Ernüchterung, daß die erneuerbaren Energie aufgrund ihrer schwankenden Verfügbarkeit und des hohen Aufwandes für Ihre Nutzung keinen schnellen Ausweg als Alternative zu den begrenzten Ressourcen bieten.

Mit der Wiederentdeckung der erneuerbaren Energien fand Anfang der 90er Jahre aufgrund gestiegener Energiepreise und einer ökologischeren Denkweise auch die Nutzung von Sonnenenergie erneut Interesse in der Öffentlichkeit. Die direkte Nutzung von Sonnenenergie durch Sonnenkollektoren und bauliche Maßnahmen im Gebäudeneubau fand neue Aufmerksamkeit.

Die nebenstehende Grafik zeigt die Sonnenscheindauer in Deutschland.
Es gibt einzelne Gegenden die "Von der Sonne verwöhnt" werden,
andere sehen etwas seltener die Sonne. Dennoch ist in ganz
Deutschland die Sonnenenergie nutzbar.

In Deutschland treffen jährlich über 1000 Kilowattstunden (kWh)
pro m² auf die Erde. Das entspricht dem Energiegehalt von
100 Liter Heizöl

Eine gern gestellte Frage lautet immer wieder : “Was kostet
eine Solarthermieanlage, und wie lohnt sich das ?
” Diese Frage
kann man leider nicht sofort mit Zahlen belegen. Leider existiert der
Irrglauben, daß man mit einer Solarthermieanlage auf dem Dach
die Lizenz zum Gelddrucken erworben hat und nie wieder heizen
muß. Dieses stimmt so leider nicht.
Wärmekarte Deutschland


Zunächst ist zu klären, wieviel Energie eine Solarthermieanlage im jeweiligen Einzelfall überhaupt liefern kann, dann ist zu klären wie groß die Anlage dimensioniert sein muß und das größte Problem, wie wird die gewonnene Wärme gespeichert.

Einen ersten Eindruck in die Einbindung einer Solarther-
mieanlage in das bestehende oder neu zu errichtende
Heizungssystem liefert folgendes Schaubild :

Die Anlagengröße wird bestimmt durch den Energiebedarf
und das vorhandene oder neu zu bauende Speichervermögen.
Die Komponenten müssen aufeinander abgestimmt sein,
sonst kommt es zu Fehlfunktionen wie z.B. Kollektorüberhitzung
mit der Gefahr, daß Systemkomponenten aufgrund der Über-
hitzung beschädigt werden. Die Kollektorausrichtung bestimmt die zu erwartende Energieausbeute.
Ein verschatteter oder im ungünstigen Winkel angeordneter Kollektor kann die in ihn gesteckten Erwartungen nicht erfüllen.

Folgende Überlegungen helfen bei der Entscheidung für oder gegen eine Solarthermieanlage :
- Solares Einstrahlungsangebot (charckteristische Sonneneinstrahlungsdaten der Region)
- Aufbau und Wirkungsgrad des Kollektors (Flach- oder Vakuumrörhenkollektor)
- zur Verfügung stehende geeignete Dachfläche, Anbindung der Kollektorrohrsysteme an
   Heizung
- Dimensionierung und Energieertrag (Teilsolares Heizen, Warmwasserbedarf, Speicherbedarf)
- Kollektorein- oder -aufbau auf Dachhaut, Statik des Daches, Wind- und Schneelasten
- Energieträgereinsparung und Amortisation / Investitionskosten

Die solare Deckungsrate einer Anlage muß entsprechend den Faktoren Einstrahlung, Dachausrichtung, Speichergröße, Dachneigung, Kollektorart auf den Warmwasserverbrauch oder die Unterstützung für teilsolares Heizen hin optimiert werden.

Mit einer auf die Bedürfnisse seiner Betreiber
(Personenanzahl, Warmwasserverbrauch,
teilsolares Heizen ?) hin abgestimmten Anlage
kann der Warmwasserbedarf in den Sommer-
monaten nahezu vollständig gedeckt werden.
In der “Übergangszeit” kann die Solarthermie-
anlage die Vorwärmung des Heizwasserkreis-
laufs unterstützen und so einen Beitrag zur
Raumwärme leisten und die Heizung und
damit auch den Brennstroffverbrauch verringern.
Diagramm Brennstoffverbrauch


PDF zum Herunterladen: Effiziente Solarthermie mit weichem Wasser (0,25 MB)
Weichwasseranlagen für Solarthermie (1,19 MB)